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Ich bin in meiner Arbeit auf keine Gattung festgelegt, es ist ein Thema, das mich inspiriert: Das “lange 19. Jahrhundert”, das mit der Aufklärung begann. In dieser Epoche wuchs das Bewusstsein, dass man mit selektiven Schilderungen das Bild von Ereignissen formen kann - bis hin zur Verzerrung - ein Prozess, der sich in der Rezeption fortsetzt. Hinter jeder Geschichtsdarstellung steht eine Absicht; das Spannende an der Arbeit mit Geschichte ist, diesen Absichten nachzuspüren und sie offen zu legen. Über wen und über was wird geschrieben und worüber nicht? Vor allem die Dinge, die in den “toten Winkel” der Geschichtsschreibung geraten, geben der Beschäftigung mit der Vergangenheit ihre Brisanz. Meine Arbeit habe ich daher unter die Leitfrage gestellt:
Welche Geschichte(n) erzählt sich eine Gesellschaft?
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