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Schwester Melisse

 

Tanja Schurkus:

 

Schwester Melisse. Biografischer Roman.

 

Brunnen Verlag 2014

 

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  • Ein Interview zum Buch beim Kölner Domradio
  • Ein Interview zu den Hintergründen des Buches auf Histo-Journal

 

 

 

Über das Buch:

 

In der politisch aufgeheizten Stimmung der Jahre 1825-1830 gründet die ehemalige Ordensschwester Maria Clementine Martin ihr Unternehmen, das als “Klosterfrau Melissengeist” weltweite Bekanntheit erlangen sollte. Aus Zuneigung zu einem Kölner Liberalisten gerät Maria jedoch in Konflikt mit den preußischen Behörden.

 

 

Pressetext Melisse.pdf
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Die nichtswürdige Regierung will also keinen Frieden, keine Versöhnung mit ihren aufgebrachten katholischen Unterthanen” [...] “Der Hochmut eurer Regierung wird einen zweiten Tag von Jena erleben [...] Auf ihr Katholiken aller Länder [...] - bewaffnet euch gegen die russisch-preussische Knuten- und Kamaschen-Herrschaft, gegen diesen scheußlichen Militär- und Beamtendespotismus ...”

 

Können diese Zeilen aus der Feder einer Nonne stammen? Die preußische Polizei glaubte: ja. Diese Flugschrift von 1839 wurde Maria zur Last gelegt, man sah sie im Bund mit Verschwörerkreisen und anderen politisch unbequemen wie Joseph Görres, dem sie einige Briefe geschrieben hatte.

Dabei galt sie zugleich als Freundin des preußischen Königshauses: Die in Brüssel geborene Maria Clementine hatte sich in der Schlacht von Waterloo 1815 in der Versorgung von Verwundeten hervor getan und war durch den König mit einer jährlichen Rente von 160.- Goldtalern bedacht worden.

 

 

Diesen guten Kontakt wusste sie zu nutzen, nachdem sie sich als Betreiberin einer Destillerie in das Register des Magistrats von Köln eingetragen hatte und nach einer Möglichkeit suchte, ihre wichtigsten Produkte (Melissenwasser und Eau de Cologne) unverwechselbar gegenüber den zahlreichen Konkurrenten zu machen.



In einer Zeit, in der es noch keinen gesetzlichen Markenschutz gab, sandte sie eine Warenprobe an den König von Preußen mit der Bitte “Möchten diesselben mit Allerhöchster Huld und Gnade aufgenommen und mir die Allerhöchste Erlaubniß zu Theil werden, meine Fabrikate mit dem Preußischen Adler zieren zu dürfen ....”

Sie durfte. Eine wesentliche Voraussetzung für ihren geschäftlichen Erfolg. Doch warum wurde aus der Klostervertriebenen eine Unternehmerin? Wie verband sie Glauben und Geschäftssinn? Welche Einstellung hatte sie zu dem im Rheinland entstehenden politischen Katholizismus? Und warum sah sie sich ein Jahrzehnt nach Firmengründung polizeilicher Überwachung ausgesetzt?


Marias Grab auf dem Kölner Melatenfriedhof

 

 

 

 

Das Buch “Schwester Melisse” wirft einen Blick auf diese ungewöhnliche Unternehmerin und auf die frühen Jahre der modernen Pharmazie sowie auf die gesellschaftlichen Spannungen jener Zeit, in der das ehemals französische Köln in den preußischen Machtbereich eingepasst wurde.

 

 

Rezension :


"Bücher ändern Leben"


 

Stimmen zum Buch:


 „[...] ich [habe] selten etwas so ergreifend Literarisches und atmosphärisch Dichtes aus dem Genre der historischen Romane gelesen.“

 

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© Tanja Schurkus